ZENIT-EM
BESTIMMUNGSZWECK
Die ZENIT-EM ist eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit dem Mechanismus
des Dauerreflexsuchers. Sie ist für die verschiedensten Aufnahmegebiete
der Amateur-und Berufsfotografie auf Schwarzweiß-und Farbfilm bestimmt.
Die Kamera ist mit dem eingebauten Belichtungsmesser durch Benutzung der
Photozelle, mit Selbstauslöser, Spannhebel, Synchro-mechanismus für
Blitzlampen und Elektronenblitzgeräte ausgerüstet. Als Wechselobjektive
werden die Objektive mit dem Gewinde M42x1 und dem Auflagemaß
von 45,5 mm verwendet. Die ZENIT-EM kann für Repro-Aufnahmen mit Benutzung
der Verlängerungsringe und auch für Großaufnahmen von kleinen
Gegenständen (Makroaufnahme) und in Verbindung mit Mikroskopen (Mikroaufnahme)
verwendet werden.
VORZÜGE
Die ZENIT-EM unterscheidet sich von ihren Vorgängermodellen durch ihre
Vorzüge:
- die Kamera und das Objektiv HELIOS-44M sind mil dem Mechanismus der
Springblende ausgerüstet. Beim Druck auf den Auslöseknopf
wird der vorgewählte Wert der Objektivblende automatisch eingestellt;
- Fresnellinse und voll geöffnete Objektivblende garantieren im
Moment des Suchens gleichmäßige Bildhelligkeit des Aufnahmeobjektes
im Sucher, Mikroprismen erhöhen aber die Genauigkeit der Schärfeneinstellung
im Zentrum des Feldes;
- Rückspulung des belichteten Films wird bei der fixierten Lage
der Hülse zum Ausschalten des Verschlusses vorgenommen;
- vereinfaches Filmeinlegen wird durch die Benutzung der Auf-wickelspule
neuen Typs verwirklicht;
- automatisches Einklinken der Schließvorrichtung der hinteren
Rückwand;
- Halsriemen, der an den Tragriemenösen der Kamera befestigt wird,
gestattet die Kamera ohne Bereitschaftstasche zu benutzen.
TECHNISCHE DATEN
Bildformat, mm -- 24x36
Breite perforierten Films, mm -- 35
Aufnahmen -- 36
Belichtungszeiten -- von 1/30 bis 1/500 s. (automatisch) "B" (von Hand)
und Dauerbelichtung
Größe des Sucherbildfeldes, mm -- 20x28
Vergrößerung des Okulars -- 5x
Belichtungsmesser für Messung der Bildhelligkeit der Aufnahmeobjekte
im Bereich -- von 25 bis 13000 cd/m2
OBJEKTIV HELIOS-44M
Brennweite, mm -- 58
Meßbereich der relativen Offnung -- von 1:2 bis 1:16
Meßbereich der Bildschärfeneinstellung, m -- von 0,5 bis "∞"
Auflagemaß, mm -- 45,5
Einschraubgewinde des Objektivs für Lichtfilter, mm -- 52x0,75
Aufsteckdurchrnesser für Gegenlichtbleride, mm -- 54
Gewinde für Objektiv -- M42x1
Stativgewinde -- 1/4"
Gewinde für Drahtauslöser -- تش 3,5x0,5
Abmessungen, mm -- 141x100x93
Masse, kg -- 1,1
Autorbescheinigung auf ZENIT-EM: 366447 uom 14. Juni 1972; 150360 vom
18. Dezember 1961; 153652 vom 26. Februar 1952; 102683 vom 7. Februar 1951.
ACHTUNG!
Die vorliegende Bedienungsanleitung enthält eine kurze Charak-teristik
sowie die wichtigsten Hinweise für die Handhabung der Kamera ZENIT-EM.
Sie ist kein Handbuch der Fotografie. Vor der Aufnahme lesen Sie diese Anleitung
durch, um mit der Handhabung der Kamera vertraut zu sein. Durch Weiterentwicklung
der Kamera können sich geringfügige Abweichungen von dieser Druckschrift
ergeben. Um Lichtfall sicher zu vermeiden, sind Filmeinlegen und Filmentnahme
nicht in voller Sonne, sondern im Schatten durchzuführen.
Drehen Sie nicht den Belichtungszeiteneinstellknopf außerhalb der
Skala (zwischen "B" und "500"). Drehen Sie den Auslöseknopf unnötig
nicht, um Abschaltung des Verschlußaufzugswerkes zu vermeiden. Führen
Sie den Verschlußaufzugshebel immer bis zum Anschlag; sonst entstehen
unbelichtete Stellen am Film. Lassen Sie die Kamera mit dem gespannten Verschluß
lange nicht bleiben, das führt zu ihrem schlechten Arbeiten.
HAUPTTEILE-UND BAUGRUPPEN
1 -- Hebel des Selbstauslösers; 2 -- Knopf für Einschalten des
Selbslauslösers; 3 -- Auslöseknopf mit der Buchse für Drahtauslöser;
4 -- Blitzlichtnippel; 5 -- Belichtungsmesser
6 -- Synchronisierungsscheibe; 7 -- Belichtungszeiten-Einstellscheibe
des Verschlusses; 8 -- Hülse fur Ausschalten des Verschlusses; 9
-- Bildzählscheibe; 10 -- Meßuhrzeiger; 11 -- Meßwerkzeiger;
12 -- Lichtempfindlichkeitsskala; 13 -- Belichtungszeitskala des Meßwerkes;
14 -- Blendenskala des Meßwerks; 15 -- Rückspulknopf
16 -- Mitnehmer der Kassettenspule; 17 -- Sucherokular; 18 -- Spannhebel;
19 -- Rückwand; 20 -- Aufwickelspule; 21 -- Filmtransportrolle; 22
-- Patronenraum
23 -- Befestigungsring des Objektivs; 24 -- Blendenskala; 25 -- Schärfentiefenskala;
26 -- Entfernimgsskala; 27 -- Ring für Bildschärfeneinstellung;
28 -- Ring für Blendeneinstellung; 29 -- Hebel der Springblende;
30 -- Stößel
Die Springblende arbeitet in automatischer Arbeitsweise, wenn der Blendeneinstellring
der Markierung "A" gegenübergestellt ist. Das gestattet die Abbildung
bei maximal geöffneter Blende zu fokussieren. Beim Druck auf den Auslöser
wird die vorgewählte Offnung automatisch eingestellt. Zur Kontrolle
der Schärfentiefe blenden Sie von Hand ab. Drehen Sie den Hebel der
Springblende auf Index "M" oder drücken Sie auf den Auslöseknopf
des Verschlusses bis zum Anschlag.
VORBEREITUNG ZUR AUFNAHME
FILMEINLEGEN
Beim Filmeinlegen verfährt man wie folgt:
1. Durch Verschieben der Schließvorrichtung nach oben die Rückwand
offnen;
2. Den Rückspulknopf herausziehen und die Kassette in den Patronenraum
einlegen;
3. Den Rückspulknopf nach unten eindrücken und in dieser
Lage durch Umdrehung in der Pfeilrichtung fixieren;
4. Die Filmzunge ungefähr bis zum Kamerarand schieben und sie
in die Nute der Aufwickelspule so einstecken, daß der Zahn der
Filmtransportrolle in die Perforation des Filmes eingehen kann;
5. Rückwand schließen;
6. Den Spannhebel bis zum Anschlag schwenken, den Verschluß
aufziehen und Kamera mit dem Knopf auslösen.
Beim Spannen des Verschlusses wird der Film auf ein Bild transportiert.
Um den unbelichteten Film vor das Bildfenster zu bringen, ist der
Verschluß zweimal zu spannen und auszulösen. Wenn der Film
dicht aufgerollt ist, wird der Rückspulknopf sich umdrehen. Beim
nicht regelmäßigen Wickeln wird der Rückspulknopf
nicht umgedreht werden.
7. Die Null-Markierung auf der Bildscheibe wird dem Einstellungsindex
gegenübergestellt. Dabei muß der Verschluß gespannt
werden.
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EINSTELLUNG DER FILMEMPFINDLICHKEIT
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An der Filmempfindlichkeitsskala sind die Zahlen 16, 32, 65, 130,
250, 500 angebracht, die der Filmempfindlichkeit in أخرز-ASA-Einheiten
entsprechen. An der gegenüberliegenden Seite der Skala sind die
Zahlen 13, 16, 19, 22, 25, 28 angebracht, die der Filmempfindlichkeit
in DIN-Graden bezeichnen.
Bei der Einstellung der Filmempfindlichkeit (z. B. 65 أخرز-ASA-Einheiten)
ist die Blendenskala mit der Zahl 65 an der Skala der Filmempfindlichkeit
bis zur Deckung mit dem Einstellindex zu verdrehen. Solcherweise wird
die Filmempfindlichkeit in DIN-Graden eingestellt.
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Vergleichstabelle der Filmempfindlichkeit-Einheiten
| أخرز-ASA |
16 |
20 |
25 |
32 |
40 |
50 |
65 |
80 |
100 |
130 |
160 |
200 |
250 |
320 |
400 |
500 |
| DIN |
13 |
14 |
15 |
16 |
17 |
18 |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
26 |
27 |
28 |
BESTIMMEN DER BELICHTUNG
Die Kamera auf das Aufnahmeobjekt richten. Den Zeiger des Meßwerkes
durch die Umdrehung der Belichtungszeitskala mit der Meßuhrzeiger
zur Deckung bringen, Belichtungszeiten-und Blendenreihen nach den
Skalen bestimmen. Bei beliebiger Kombination bekommt man die normale
Negativdichte. Die Zahlen an der Belichtungszeitskala von 500 bis
2 bezeichnen die Belichtungszeitwerte in Sekundenbruchteilen und von
1 bis 30 -- in Sekunden. Die schwarzen Zahlen an der Belichtungszeitskala
des Meßwerks den Zahlen an der Belichtungszeitskala des Verschlusses
entsprechen. Die abhängig von einem Aufnahmegegenstand eingewählten
Belichtungszeitwerte und die entsprechende Blende sind an der Kamera
und am Objektiv einzustellen.
Nehmen wir an, daß die Zahl 125 an der Belichtungszeitskala
mil der Zahl 5,6 an der Blendenskala zur Deckung gebracht wird. Folglich
ist die Belichtungszeit 1/125 s. bei der Blende 5,6 einzustellen;
1/250 s. -- bei der Blende 4; 1/60 s. -- bei der Blende 8 usw.
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Wenn es nötig ist, kann man den für die Aufnahme entsprechenden
Blendenwert nach der gewählten Belichtungszeit einstellen. Wenn sich
die Skalenstriche auf Hälfte des Intervalls gedeckt wird, wird der
Blendenring des Objektivs in fixierte Zwischenlage zwischen den entsprechenden
Werten der Blendenskala eingestellt. Besonders muß auf die Fälle
einer stark ungleichmäßigen Beleuchtungsstärke des Bildes
angehalten werden.
1. Das Hauptobjekt der Aufnahme wird weniger beleuchtet als der Hintergrund.
Das wird gewöhnlich bei Gegenlichtaufnahmen getroffen, wo sich im Hintergrund
von der Sonne beleuchteter Schnee, Himmel oder Wasser befinden. In diesem
Fall muß die Blende urn eine oder zwei Stufen im Verhältnis zur
Angabe des Belichtungsmessers der Kamera geöffnet werden, um eine richtige
Belichtung des hauptsächlichen Aufnahmeobjekts zu erhalten.
2. Das Hauptobjekt der Aufnahme ist stärker als def Hintergrund beleuchtet
(Aufnahme des beleuchteten Gesichts eines Menschen vor dunklem Hintergrund).
In diesem Fall muß die Blende um eine oder zwei Stufen geschlossen
werden.
MESSBEREICH DER B1LDHELLIGKEIT MIT DEM BELICHTUNGSMESSER
| Filmempfindlichkeit |
Belichtungszeiten |
| أخرز-ASA |
DIN des Verschlusses in s. |
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| 16 |
12 |
von 1/30 |
bis 1/500 |
| 32 |
16 |
von 1/30 |
bis 1/500 |
| 65 |
19 |
von 1/30 |
bis 1/500 |
| 130 |
22 |
von 1/60 |
bis 1/500 |
| 250 |
25 |
von 1/125 |
bis 1/500 |
| 500 |
28 |
von 1/250 |
bis 1/500 |
Den höher nicht genannten Bereich kann man nach den Rechentabellen
oder anderen Mitteln bestimmen.
BELICHTUNGSZEITEINSTELLUNG
Belichtungszeiten-Einstellscheibe hochziehen und sie um ihre Achse
umdrehend, die Belichtungszeitwerte dem Index gegenüberstellen.
Einstellscheibe herunterlassen, daß sie fixiert wird. Die Zahlen
an der Belichtungszeiten-Einstellscheibe bezeichnen entsprechende
Sekundenbruchteile und "B" -- Belichtungszeit von Hand, die Dauer
der Belichtungszeit wird durch die Zeit des Drucks auf den Auslöseknopf
bestimmt. Für Langzeitbelichtung den Verschluß spannen,
Belichtungszeiten-Einstellscheibe auf "B" einstellen, den Auslöseknopf
drücken und ihn dem Uhrzeigersinn entgegen bis zum Anschlag umdrehen.
Nach der Belichtung den Auslöseknopf in seine Ausgangsstellung
zurückbringen. Es ist zweckmäßig ein Stativ für
Langzeitbelichtung und Belichtung "B" zu benutzen.
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BLENDENEINSTELLUNG
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Eine gewählte Blende wird am Objektiv durch Gegenüberstellung
einer der Zahlen (2; 2,8; 4; 5,6; 8; 11; 16) am Blendeneinstellring
mit dem Index eingestellt. Die Blendeneinstellung erfolgt durch Drehen
des Ringes bis zum leichten Klicken, das das Einrasten des Ringes
bestätigt.
Dabei stellen Sie den Blendenwert ein, bis dem die Blende beim Druck
auf den Auslöseknopf automatisch geschlossen wird (der Hebel
der Springblende muß sich in automatischer Arbeitsweise -- "A"
befinden). Die Blende ist voll geöffnet, bis man auf den Auslöseknopf
drückt.
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BILDSCHÄRFENEINSTELLUNG
Schärfeneinstellung des Objektivs und Schärfeneinstellung nach
der Entfernungsskala wird durch Drehen des Fokussierrings des Objektivs
vorgenom-men. Im Zentrum des Okular-Blickfeldes des Suchers kann man den
Mikroraster mit dem Mattring erblicken. Den Fokussierring des Objektivs
drehen bis am Mikroraster und am Mattring erblickte Abbildung scharf erhalten
wird. Bei der Aufnahme von verschieden entfernten Objekten empfiehlt sich
die Benutzung der Tiefenschärfenskala.
Die Tiefenschärfenskala besteht aus zwei symmetrisch zu beiden Seiten
des Index eingravierten Blendenreihen von Zahlen, die den bestimmten Blendenwerten
entsprechen. Nach dem Scharfeinstellen kann man an der Entfernungsskala
die Grenzen des Tiefenbereichs für die ausgewahlte Blende bestimmen.
Beispiel. Das Objektiv ist bei der Blende 8 auf 3 m eingestellt. Dann wird
das Aufnahmeobjekt im Bereich von 2,2 bis 4,5 m scharf abgebildet. Die Grenze
der Tiefenschärfe kann man visuel bestimmen. Beim Druck auf den Auslöseknopf
bis zur Empfindung des Anschlags wird der gewählte Blendenwert vor
dem Ansprechen des Verschlusses eingestellt. In dieser Lage kann man bestimmen,
welche Objekte im Blickfeld des Sucherokulars scharf sind. Der rote Strich
mit dem Index "R" dient als Abzählindex der Entfernungsskala des Objektivs
beim Arbeiten mit dem infraroten Film. Nach der Schärfeneinstellung
ist der Wert, der dem gewöhnlichen Index am Objektiv gegenübergestellt
wurde, dem roten Strich mit dem Buchstaben "R" gegenuberzustellen.
AUFNAHME
AUFNAHME
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Den Verschlufi vor der Aufnahme spannen, die Belichtungszeit und
Blende einstellen, vorläufig den Hebel des Mechanismus der Springblende
auf entsprechende Arbeitsweise Oberführen: automatische -- "A"
oder von der Hand -- "M". Die Schärfe einstellen und den Auslöseknopf
leicht drücken.
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FILMENTNAHME
Die Filmentnahme wird nach dem Belichten der 36 Aufnahmen vorgenommen.
Der Film ist in die Kassette aufzuwickeln. Zu diesem Zweck:
1. Den Rückspulknopf drücken und ihn gegen die mit der Pfeil
gezeigte Richtung verdrehen. In diesem Fall muß der Rückspulknopf
aus dem Loch herausgehen;
2. Den Mechanismus des Verschlusses ausschalten, dabei die Hülse
zum Ausschalten des Verschlusses in gezeigter Pfeilrichtung umdrehen;
3. Den Rückspulknopf in gezeigter Pfeilrichtung umdrehen, bis
nach der Verkleinerung der Bemühung entdeckt wird, daß
das Filmende aus der Aufwickelspule herausging;
4. Hintere Ruckwand öffnen;
5. Den Rückspulknopf nach oben ziehen und die Filmspule herausnehmen.
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SELBSTAUSLÖSER, SYNCHROKONTAKT, OBJEKTIVWECHSEL
SELBSTAUSLÖSERAUFNAHME
| Bei der Aufnahme mit dem Selbstauslöser die Kamera an Stativ
einstellen, den Verschluß und den Mechanismus des Selbstauslösers
spannen, drehend den Hebel des Selbstauslösers nach unten bis
zum Anschlag. Belichtungszeit, Schärfe und nötige Blende
einstellen, vörlaufig den Hebel der Springblende von der automatischen
Arbeitsweise auf Arbeitsweise von Hand (von "A" auf "M") überführen
und den Auslöseknopf bis zum Anschlag drückend, einen gewünschten
Platz vor der Kamera einnehmen. Den Verschluß spricht nach etwa
9s. an. |
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AUFNAHMEN MIT BLITZLICHTGERÄTEN
Um gute Aufnahmcn bei schwacher Beleuchtung zu bekommen, verwendet
man verschiedene Blitzlichtgeräte.
Bei Aufnahmen mit Kolbenblitzlampen ist der Hebel der Synchronisation
über dem Index "MF" einzustellen. Wenn man mit einer Elektronenblitzröhre
aufnimmt, wird der Synchrohebel über dem Index "X" eingestellt.
Der Synchronisierungshebel ist so einzustellen, daß seine Strichmarke
die Strichmarke des Index "MF" oder "X" mit Genauigkeit 1/2 der Strichdicke
deckt. Bei Verwendung von Blitzlichtgeräten wird nur die Belichtungszeit
1/30 s. eingestellt, da nur in diesem Falle das ganze Bildfenster
voll geöffnet ist. Die Belichtungszeit "B" ist bei Aufnahmen
mit Blitzlampen nicht wünschenswert, denn während einer
langen Belichtungszeit dringt eine große Menge des Seitenlichtes
in die Kamera ein und man bekommt eine verwackelte Aufnahme.
Anmerkung. Die Lage der Synchronisierung ist beim Arbeiten
der Kamera ohne Blitzlampe willkürlich. |
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WECHSELOBJEKTIVE UND AUFNAHME AUS DER NAHEN ENTFERNUNG
| Es lassen sich Wechselobjektive mit Gewinde M42x1 und Auflagemaß
45,5 mm verwenden. Das sind Objeklive zu den Kameras von زًَ ZENIT
mit Rolloverschluß. Das Objektiv HELIOS-44M kann man nur für
den Befestigungsring einschrauben und herausschrauben. Beim Fehlen
im Wechselobjektiv des Mechanismus der Springblende wird die Blendeneinstellung
von Hand verwirklicht. Beim Aufnahmen mit langbrennweitigem Objektiv
ist geringfügiges Abschneiden des linken und rechten Randes des
Filmnegativs möglich. Beim Aufnahmen mit den Objektiven MTO-500
und MTO-1000 wird die Benutzung des Belichtungsmessers ausgeschlossen,
da in diesem Fall das Fenster der Photozelle mit der Aufienfassung
dieser Objektive unvermeidlich geschlossen wird. Mit Hilfe des speziellen
Reproduktionsgeräts kann man mit der Kamera ZENIT-EM verschiedene
Reproduktionen von Zeichnungen, Handschriften und Fotos machen. Dabei
werden die Zwischenringe, die zwischen dem Gehäuse der Kamera
und dem Objektiv eingestellt werden, verwendet. Um nötige Aufnahme
zu erhalten, benutzt man einen oder einige Ringe. Beim Aufnahmen mit
Zwischen ringen wird die Objektivblende von Hand eingestellt. Dabei
den Hebel der Springblende dem Index "M" gegenüberstellen. |
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PFLEGE DER KAMERA
PFLEGE DER KAMERA
Die Kamera ist ein hochwertiges Präzisionsgerat und muß vor Stößen
und Schlägen sowie vor Staub, Nässe und Temperaturwechsel geschützt
werden. Wenn Sie beim frostigen Wetter (-10°C) aufnehmen, lassen Sie die
Kamera in der frischen Luft nicht liegen: tragen Sie die Kamera unter Oberkleidung
und nehmen Sie sie nur beim Aufnehmen heraus. Beachten Sie die Reinlichkeit
des Fensters von Fotowiderstand. Die Beschmutzung des Fensters führt
zum schlecnten Arbeiten des Belichtungsmessers. Die Kamera in der geschlossenen
Bereitschaftstasche aufbewahren. Das Objektiv mit dem Deckel schützen.
Der Verschluß und Selbstauslöser dürfen nicht in aufgezogenem
Zustand bleiben. Die optischen Flächen mit den Fingern nicnt berühren,
denn der Fingerschweiß greift die Politur an. Die optischen vergüteten
Flächen (außer der Fresnellinse, die sich im Innenraum der Kamera
befindet) sind von außen mit einem sauberen weichen Kattuntuch oder
mit einem Mattebausch, die leicht mit reinem Alkohol oder Ahter zu reinigen.
Die Staubrückstände an der Fresnellinse am besten mit einem Luftstrahl
aus dem Gummiball entfernen. Verwenden Sie dabei keine feuchte Reinigung!
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